Freiwillige Feuerwehr Dannenbüttel
Über uns

Die Chronik

der Freiwilligen Feuerwehr Dannenbüttel

 

Am 26. August 1911 wurde auf Beschluss der Gemeindeversammlung vom 20. August 1911 in Dannenbüttel eine Freiwillige Feuerwehr gegründet.

Die bestehende Pflichtfeuerwehr, und dieses geht aus alten Protokollen hervor, wurde aufgelöst. Wie lange sie vor der Gründung bestand, lässt sich allerdings nicht mehr genau nachvollziehen.

Aus dem Jahre 1870 finden wir erstmals ein Inventarverzeichnis über Geräte zur Feuerbekämpfung:

 2 Feuerwasser - Tubben

 2 Feuerleitern

 2 große Feuerhaken.

Jeder Haushalt musste zusätzlich zwei lederne Feuereimer vorweisen.

Am 08. August 1872 wurde fast das ganze Dorf durch Feuer zerstöret; insgesamt brannten 11 Hofstellen vollständig nieder, weil die Geräte zur Feuerbekämpfung nicht ausreichten.

1898 werden dann weitere Feuerwasser - Tubben und lederne Löscheimer angeschafft. Christian Grußendorf, der 1. Hauptmann unserer Wehr, widmete sich schon vor der Gründung dem Feuerlöschwesen. So wurde er im Jahre 1902 und 1909 als Feuergeschworener in die Gemeindeversammlung gewählt.

 

Am 8. März 1904 wird Christian Grußendorf als Brandmeister, August Gödecke zu seinem Stellvertreter und Heinrich Kranz zum Spritzenmeister für die im Dorf bestehende Pflichtfeuerwehr von der Gemeindeversammlung ernannt. Dieselben wurden ermächtigt, eine Freiwillige Feuerwehr zu organisieren, welches ja dann 1911 verwirklicht wurde. Die Ausrüstung sollte auf Beschluss vor der Gemeinde angeschafft werden.

In den Jahren wurde dann eine pferdegezogene Handspritze gekauft, die im Spritzhaus an der Ecke Allerstrasse / Im Kothen ihren Unterstellplatz fand. An dieser Stelle stand das erste Spritzhaus der Wehr. Mit dieser Handspritze wurden Einsätze auch außerhalb der Dorfes gefahren.

1951 löste ein Tragkraftspritzenanhänger die alte Handspritze ab. Im Gegensatz zur Handspritze ist uns der Anhänger erhalten geblieben. Über Zusammensetzungen des Kommandos und Stärke der aktiven Kameraden ist bis 1957 leider nichts bekannt.

1957 wurde dann ein neues Kommando gewählt, Mitgliederwerbung und Sammlungen durchgeführt und eine Neuaufbau begonnen. Das Kommando setzte sich wie folgt zusammen:

 Gemeindebrandmeister  Heinrich Lüdde

 Stellvertretender u. Schriftführer  Walter Schulz

 Kassenwart    Gustav Niemann-Harms

 Gerätewart    Heinz Camehl

 Zeugwart    Hermann Bese

 Gruppenführer   Karl-Heinz Beusmann

 

Am 10. Januar 1959 stellte das Kommando einen Antrag, ein neues Spritzhaus zu bauen, da das alte nicht mehr den Anforderung genügte. Die aktiven Feuerwehrkameraden sprachen sich dafür aus, dieses in Eigenleistung zu erstellen. Nachdem sich die Realgemeinde bereit erklärt hatte, ein Grundstück an der Masch zur Verfügung zu stellen, konnte 1961 das Gerätehaus für 6.000 ,-- DM fertig gestellt werden.

 

Der  Mitgliederstand schnellte sprunghaft in die Höhe:

 1961  = 46 Mitglieder

 1962  = 108 Mitglieder, davon 40 aktive Kameraden

 

1962 erhielt die Wehr außerdem eine vollautomatische Tragkraftspritze TS 8/8.

 

1964 wird die Schlagkraft der Wehr weiter verbessert. Der Tragkraftspritzenanhänger wird durch ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug ( Ford Transit ) ersetzt. Weitere Ausrüstungsgegenstände und Schlauchmaterial kamen hinzu. Neben den Einsätzen, Wettkämpfen und der immer umfangreicher werdenden Ausbildung wurde auch die Kameradschaft durch gesellige Abende und Fahrten gepflegt.

Im Kampf gegen den “roten Hahn” erwies sich das Jahr 1968 mit 25 Einsätzen, darunter einem Großbrand, als sehr anstrengend.

Am 09. September 1969 gründete die Feuerwehr Dannenbüttel eine Jugendfeuerwehr, die aus einer Schüler- und einer Jugendgruppe bestand. Über die Aktivitäten dieser Jugendwehr wird an anderen Stellen berichtet. Mit dem Aufstellen dieser Gruppen erhoffte sich das neue Kommando unter Gemeindebrandmeister Hermann Bese und sein Stellvertreter Walter Schulz eine gute Nachwuchsarbeit für den späteren aktiven Dienst. Auch der Mitgliederstand kletterte weiter nach oben.

Allen mitwirkenden Kommandomitgliedern in der zurückliegenden Zeit kann für den Wiederaufbau und Neubeginn der Freiwilligen Feuerwehr Dannenbüttel nicht genug Dank ausgesprochen werden.

Mit der Gebietsreform im Jahre 1974 wurde auch in Dannenbüttel ein neues Kommando gewählt. Es gab jetzt die Gemeindefeuerwehr Sassenburg mit sechs Ortswehren.

 

Das neue Ortskommando setzte sich wie folgt zusammen:

 Ortstbrandmeister Bernd Grußendorf

 Stellvertreter  Gustav Niemann-Harms

 Schriftführer   Karsten Schulz

 Kassenwart  Otto-Gerd Könecke

 Gruppenführer Heiner Lüdde

 Gerätewart  Lothar Treybig

 Zeugwart  Günter Camehl

 Jugendwart  Hans-Ulrich Borchardt

 Stellvertreter  Hubert Beugel

 

1975 wurde von den aktiven Kameraden bei der großen Waldbrandkatastrophe in unserem Gemeindegebiet alles abverlangt. Die Dannenbütteler Blauröcke bewiesen nicht nur bei diesem Großeinsatz  den Umgang mit der feuerwehrtechnischen Ausrüstung - hier kam auch der gute Ausbildungsstand zum Tragen.

Nach einer gründlichen Renovierung des Gerätehauses an der Masch hegte das Kommando aufgrund der guten Dienstbeteiligung und der starken Jugendwehr den Wunsch, das Gerätehaus zu erweitern und vor allem sanitäre Anlagen in Eigenleistung zu erstellen.

1979 wurde ein Antrag auf Verlegung des Gerätehauses an das heutige Dorfgemeinschaftshaus gestellt. Schon 1980 konnte der Einzug in die in Eigenleistung errichteten Räume vollzogen werden. Weiterhin erhielt die Feuerwehr in diesem Jahr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug vom Typ Mercedes Benz 308, als Ersatzbeschaffung und gleichzeitig eine neue Tragkraftspritze TS 8/8.

Auch der Mitgliederzuwachs hielt weiter an; 1981 hatte die Ortswehr 242 Mitglieder, wovon 41 Kameraden aktiv und 23 in der Jugendwehr ihren Dienst absolvierten. Die Dienstbeteiligung nahm zu, so dass die theoretische und praktische Ausbildung, die sich mit den Jahren immer umfangreicher herausstellte, intensiver durchzuführen war.

In den folgenden Jahren erreichte die Ortswehr auch hervorragende Ergebnisse bei Kreis- und Gemeindewettkämpfen und bei den alten “Eimerfestspielen” in verschiedenen Orten. Auch die Alarmierung wurde besser. Im Winkel installierte man eine Mastsirene, außerdem wurden die beiden anderen Luftschutzsirenen mit dem Feuermelder gekoppelt, so dass bei einem Erstfall drei Sirenen ausgelöst werden können. In diesem Jahr wurde nun ein Fernwirkempfänger eingebaut, der es ermöglicht, im Ernstfall über den Notruf 112 die Meldung an die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) zu geben, die dann die Alarmierung vornimmt. Durch diese Anlage wird eine schnellere Einsatzbereitschaft erreicht.

Zur Zeit hat die Ortswehr Dannenbüttel 315 Mitglieder, davon 52 im aktiven Dienst und 47 in der Jugendwehr.

Am 31. Mai 1986 konnte auch ein Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr gegründet werden, der bei der Bevölkerung großen Anklang fand.

                                               

 

 Chronik 1986 - 2011 folgt

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